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Zwartbles Ireland

Eine wunderschöne Seite über Zwartbles Schafe in Irland:

 

Zwartbles Ireland Kopie

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Endlich

…..wächst zumindest teilweise zusammen, was zusammen gehört: gestern haben wir Betty und Wilma mal wieder mit ein paar Schwarzen zusammengestellt. Und es klappt!

Die Muttern mit ihren Lämmern hatten schon den ganzen Winter direkt neben den beiden gestanden und zunächst auch nach dem Weideauftrieb. Gestern haben wir dann einen Versuch gestartet die Gruppen zusammen zu führen. Mit Erfolg. Die Schafe sind entspannt, und die Böckchen haben schon registriert, dass es sich um weibliche Tiere handelt. Jetzt müssen „nur“ noch die Nichtsnutze – unsere ungedeckten Muttern – in die Gruppe eingeführt werden. Und da sitzen die Anführer der Rassisten!

Jetzt genießen wir aber erst mal die Harmonie!

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Zwartbles mal anders

Das Zwartblessen nicht nur schwarz, grau oder braun können, beweist diese wunderschöne Jacke die eine Bekannte aus grauer, grün überfärbter Zwartbleswolle gestrickt hat. Einfach klasse!grüne Zwartblessjacke2

Die Wolle ist ab

Heute haben wir die Schafe geschoren. Seit fast 20 Jahren machen wir Winterschur, denn die Wolle ist für unsere Schafe, die jetzt im Stall sind, mehr eine Last. Ohne Wolle fühlen sie sich deutlich wohler.

Direkt nach der Schur kommen die Schafe in einen kleineren, gemauerten Stall, den sie auch bei starkem Frost durch eigene Körperwärme über Null Grad halten können. Von unten ist schön dick eingestreut, und es gibt ordentlich Futter zum Heizen.

Leider waren Betty und Wilma bei der Schur nicht sehr kooperativ, und so hat Betty einen ordentlichen Ratscher am Ohr abbekommen. Sonst ist alles gut verlaufen, und die Wolle hat auch bereits fast vollständig Abnehmer gefunden.

Nur unsere Hoffnung, Betty und Wilma ohne die lockige Wolle nun endlich mit den Schwarzblessen zusammenführen zu können ist wieder nicht aufgegangen. Einige renitente Schwarzkittel bringen immer noch die ganze Herde in Aufruhr.

Fast befürchte ich, dass sich das „auswachsen“ muss.

Heute ist der Tag, an dem wir die Muttern zum Bock zugelassen haben. Das Schafsjahr beginnt mit dem Belegen der Muttern, geht über die Trächtigkeit zur Geburt der Lämmer. Es folgt Absetzen und – wenig erfreulich – Schlachten. Mit der Zuteilung zum Bock beginnt alles wieder neu. Es ist dieser ständige Kreislauf, den ich an der Schafhaltung so mag.

Auch Karl-Heinz, der Bock, ist jetzt wieder zufriedener. Im Sommer musste er allein auf der Weide stehen. Biologische Geburtenregelung sozusagen. Früher hatten wir immer zwei Böcke die den Sommer gemeinsam verbrachten, aber der arme Karl-Heinz war dieses Jahr alleine. Leider ist er dadurch sehr angriffslustig geworden, kein gutes Karma für die Zeit nach dem Decken.

Wenn Betty und Wilma später mal Lämmer bekommen – sie haben noch etwas Zeit – , werden wir ein Böckchen als Wollhammel und Gesellschafter für den Bock behalten. Der arme Karl-Heinz wird das wohl nicht mehr erleben.

Nach dem Chaos vor drei Wochen durften sich unsere Schäfchen erst mal eine Woche Zaun an Zaun aneinander gewöhnen. Das Misstrauen bein unseren Muttern blieb, aber die Angst legte sich etwas.

Vor zwei Wochen haben wir dann eine fette neue Weide genutzt, Betty und Wilma unter die Zwartblessen zu mischen. Doch bis heute wollen die immer noch nichts von den beiden wissen. Sie halten Abstand und verzichten dafür sogar auf etwas Kraftfutter aus dem Trog! Die weiblichen Lämmer, die heute wieder in die Herde gekommen sind, sehen das schon deutlich lockerer.

Jetzt haben wir also zwei Gruppen auf der Weide. Aber abends, wenn es dunkel wird, stehen Betty und Wilma schon nahe an der Herde.  Sie fühlen sich auf jeden Fall wohl, und ich bin immer noch begeistert von den beiden.

Nachdem sie gleich in der ersten Nacht auf der Weide ein heftiges Gewitter abbekommen haben, sind sie inzwischen auch leuchtend weiß und strahlend sauber. Einfach toll sehen sehen sie aus.

Ich mag sie. Auch wenn die Mädels sie immer noch nicht wollen.

Hilfe! Aliens!

Die Überraschung die ich gerstern unseren Schafen versprochen hatte, ist echt gelungen. Nur nicht ganz so gelaufen wie ich es geplant hatte.

Das wir nicht einfach zwei weiße Schafe in eine Herde stellen können, die seit Generationen rein schwarz ist, war uns klar. So kamen unsere Neuerwerbungen Betty und Wilma dann auch erst mal in den Pferch, während die Schafe bereits im Treibgang warteten. Immerhin kommen die Neuen aus einer gemischten Herde. So war das Chaos nur auf unserer Seite vorprogrammiert.

Anfangs war der Schreck bei unseren Muttern groß, doch bald machte sich Neugier breit.  Immerhin machten auch die weißen Aliens „Mäh“. Moppel, ein besonders freches Schaf wagte sich als erste an die Abtrennung und beschnüffelte die Neuen. Die Situation entsprannte sich, und wir führten die Gruppen zusammen.

Großer Fehler!

Schlagartig zeigte sich, dass auch ein fettes 100 kg Zwartbles-Mutterschaf wenn es sein muss aus dem Stand gut einen Meter hoch springen kann. Im Nuh hatte der größte Teil der Herde die Flucht aus dem Pferch ergriffen, teils zurück auf die Weide, teils auf eine andere Wiese und in den Gang.

Gottseidank gerieten die Betty und Wilma nicht in Panik sondern blieben ruhig. Es gelang uns die Schafe zu  trennen und unsere Muttern wieder auf die Weide zurück zu bringen. Jetzt stehen sie in sicherer Entfernung und beobachten die Neuen.

Wir werden den Damen also mehr Zeit lassen sich in Sichtweite an einander zu gewöhnen und später einen neuen Anlauf für die Zusammenführung nehmen.

Bis dahin bleiben Betty und Wilma auf dem Gang und einer angrenzenden Koppel.

Aber mal ehrlich: man kann doch erkennen das es Schafe sind?

Es sind Wensleydales, eine alte englische Rasse mit einer langen, lockigen und glänzenden Wolle. 25 Jahre war es mein Traum solche Schafe zu besitzen, den ich mir jetzt endlich erfüllt habe.